Performance Impulse

Erfolgsfaktor Wertschätzung: Mit Anerkennung motivieren

11. Mai 2017 Fachbeiträge

Wie Sie eine gute Beziehung zu Ihren Mitarbeitern aufbauen

Traurig, aber wahr: In vielen deutschen Firmen herrscht ein erschreckender Mangel an Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern. Gerade das aber kann sich in mehrfacher Hinsicht negativ auf den Unternehmenserfolg auswirken. Dabei ist es relativ einfach, als Führungskraft Anerkennung zu vermitteln – und damit für begeisterte, leistungsfähige und loyale Teams zu sorgen.

Wertschätzung bringt Wertschöpfung

Umfragen und Studien belegen immer wieder, dass sich ein großer Teil der Mitarbeiter in Deutschland nicht ausreichend gesehen und geachtet fühlt. Die Folgen sind Frustration und ein schlechtes Betriebsklima, geringere Produktivität, eine sinkende Bindung an das Unternehmen und sogar ein steigendes Krankheitsrisiko. Regelmäßige Wertschätzung dagegen wirkt sich nachgewiesenermaßen positiv auf die Motivation, Identifikation und das Wohlbefinden von Mitarbeitern aus – schafft also Werte.

Wertschätzung ist eine Haltung ….

Auch wenn die Bedeutung von Wertschätzung unstrittig ist, wird der Begriff doch häufig falsch verwendet. Denn jemandem mit Wertschätzung zu begegnen, meint nicht, ihn über seine Leistungen, sondern als einzigartige Persönlichkeit wahr- und wichtig zunehmen. Führungskräften und Unternehmen, die ihre Mitarbeiter vor allem nach deren Funktionen bewerten, fällt die Anerkennung ihrer Mitarbeiter auf Augenhöhe schon deshalb nicht leicht.

… und Führungsaufgabe

Zudem ist Vorgesetzten oft weder bewusst, welche immense soziale und emotionale Rolle sie für das Betriebsklima spielen, noch dass ein unaufmerksamer und somit wenig wertschätzender Umgang von Mitarbeitern als respektlos empfunden werden kann. Einige denken nicht darüber nach, andere interessiert es nicht besonders  – und viele meinen, dafür keine Zeit zu haben. In jedem Fall ein fataler Fehler, denn Achtung kann man auf vielerlei Art und Weise beweisen.

Die vier Formen der Wertschätzung

Akzeptanz und Anerkennung äußert sich in vier grundlegenden Formen:

  • Emotionale Wertschätzung in freundlichen Gesten, Höflichkeit, Rücksicht im direkten und schriftlichen Umgang – z.B. Grüßen, interessiertes Zuhören oder anteilnehmendes Lächeln
  • Integrative Wertschätzung durch rechtzeitige Information, Einbindung in Entscheidungsprozesse und Austausch – z. B. Rückfragen nach der Meinung
  • Würdigende Wertschätzung in Anerkennung von Leistung, Lob, öffentliche oder förmliche Würdigung, Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten, bestärkendes Feedback, aber auch in konstruktiver und fairer Auseinandersetzung bei unzureichenden Arbeitsergebnissen oder Verhaltensweisen – z. B. kurze Mail mit Dank oder Glückwünschen ­
  • Praktische Wertschätzung durch Unterstützung, Rückhalt, Beratung, Hilfestellung, Fürsorge z. B. Übergabe einer kleinen Überraschung

Wertschätzung von Mensch zu Mensch: Die One-on-One-Methode

Wertschätzendes Führen lässt sich einfacher in den Arbeitsalltag integrieren als man denkt. Denn im Kern beruht Wertschätzung  auf Vertrauen. Und Vertrauen entsteht durch regelmäßige, intensive  Kommunikation. In fest terminierten One-on-One-Gesprächen können Führungskräfte im wechselseitigen Austausch von Erwartungen und Feedback ihren Mitarbeitern Anerkennung und persönlichen Respekt vermitteln. Dabei steht der Mitarbeiter im Zentrum der Aufmerksamkeit, dem der Vorgesetzte damit nicht nur seinen Willen zur Unterstützung deutlich macht, sondern auch, welchen hohen Stellenwert er ihm einräumt. Schließlich ist seine knappe Zeit die wertvollste Ressource, die er zu vergeben hat.

So laufen One-to-One Gespräche rund:

Idealerweise finden diese Gespräche wöchentlich statt und dauern eine halbe Stunde. Sie sollten immer nach demselben bewährten Muster ablaufen:

Das erste Drittel ist dem Mitarbeiter vorbehalten. In dieser Zeit kann er über alles sprechen, was ihm wichtig ist. Die Führungskraft sollte die Unterhaltung stets mit der gleichen Frage einleiten und konzentriert zuhören, ohne ihn zu unterbrechen oder in eine bestimmte Richtung zu drängen.

Im zweiten Drittel gibt der vorgesetzte Gesprächspartner dem Mitarbeiter wichtige Informationen weiter, erkundigt sich nach dem Stand vereinbarter Aufgaben oder Projekte und erfragt, wo er ihm helfen kann. Positives sollte dabei immer ausdrücklich wahr-  und nie als Selbstverständlichkeit genommen werden.

Das letzte Drittel sollte der Entwicklung und beruflichen Zukunft des Mitarbeiters gelten. Gerade dieser Gesprächsteil kann Aufschlüsse über seine Motivation, Wünsche und Vorstellungen geben, sodass die Führungskraft gegebenenfalls rechtzeitig eingreifen kann, wenn er über- oder unterfordert erscheint.

Andere so gut behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte

Mit der One-to-One-Methode lässt sich eine vertrauensvolle, stabile Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter aufbauen, von der letztlich alle Seiten profitieren. Aber auch Aufmerksamkeit in der täglichen verbalen und nonverbalen Kommunikation vermittelt echte Wertschätzung. Ein freundliches Grüßen oder Danken kann motivierender wirken als manches Bonussystem. Wichtig ist dabei vor allem Authentizität, um glaubwürdig zu sein: Andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte, ist schließlich eine grundsätzliche Lebens- und Arbeitseinstellung und kein situatives Ab-und-zu-Handeln.

Gehen Sie noch besser miteinander um

Bilden Sie sich mithilfe von Personalentwicklung weiter Sie möchten eine wertschätzende Kultur zwischen Ihren Führungskräften und Mitarbeitern entwickeln, die auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist? Dann bringt Sie und Ihr Team ein individuelles Training z. B. mit einem persönlichen Coach voran. Was Sie damit erzielen können, erfahren Sie hier.

 

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